Bei uns sehen die Reihen in den Klassenzimmern zwar nicht so leer aus – dennoch haben auch bei uns Schüler*innen an den Demonstrationen in Reutlingen teilgenommen und dies im Unterricht meist mit ihren Geschichte und Gemeinschaftskunde-Lehrern  meinungsstark diskutiert.

Regelmäßig wurde in diesen Diskussionen auch von Schülerseite aus Kritik an den Demonstranten geäußert – diese würden ja nur Maximalforderungen stellen, seien selbst Teil des Problems, da sie ja nicht bereit seien, sich bspw. über die Produktionsumstände ihrer Smartphones zu informieren oder selbst Verzicht auszuüben, z.B. auf einen Urlaub in Amerika. Was natürlich viele nicht gelten lassen wollten, da sie sehr wohl im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas tun – und sei es der Verzicht auf Wurst auf dem Frühstücksbrötchen.

Auch wir wollten dazu ein paar kleine Tipps und Anregungen geben, die wir unseren FIAN-Referentinnen (Beitrag dazu) zu verdanken haben:

  • Kaufe doch ab und an mal fair-gehandelte Produkte, diese werden auch meist ökologischer angebaut – hier kann man die Kampagne „make chocolate fair“ unterstützen: https://de.makechocolatefair.org/ oder einfach auf das „Fair-Trade“-Logo beim Einkaufen achten.
  • Kaufe doch regional angebaute Produkte, die auch noch solidarisch von Kleinunternehmern produziert werden und die du in Reutlingen oder in Tübingen kaufen kannst.
  • Grundsätzlich ist die solidarische Landwirtschaft vielleicht eine Alternative oder zumindest Ergänzung für die industrielle Landwirtschaft – du willst mehr wissen? Hier kannst du dich allgemein informieren oder auch konkret in Tübingen.

 

Wir Konsumenten haben mehr Macht, als wir denken. Organisationen wie Oxfam sind eine Anlaufstelle, wenn man sich über die Großunternehmen und deren Sozial- und Umweltstandards informieren will oder mal hinter die Kulissen schauen möchte.

Nicht jeder Ausflug muss mit dem Auto stattfinden – das Fahrrad ist nicht nur eine umweltschonende, sondern auch noch eine gesunde Alternative. Jeder kann im Kleinen einen Beitrag leisten. Niemand verlangt, auf alles zu verzichten und nur noch das teure Biofleisch zu kaufen – aber vielleicht ist es doch mal eine Möglichkeit für die kommenden Osterfeiertage?